Unsere Geschichte

1932 wurde die Firma „Weinbedarf AG“ an der Stauffacherstrasse 145 a gegründet. 1960 konnte Albert Reichmuth, ihr Direktor, sie erwerben und ihr seinen Namen verleihen. Unser Weinhaus wird seither mit Liebe geführt. Auch wenn nicht immer alles rund lief.

1932 wurde die Firma „Weinbedarf AG – Berger, Bujard, Cotinelli“ an der Stauffacherstrasse 145 a gegründet. Ihr Mutterhaus lag in Lutry (VD). Doch sie hatte stets ein Auge auf ihre kleine Tochterfirma. Als Albert Reichmuth 1938 in die Firma eintrat und ihr Direktor wurde, bekam er einen Kellermeister aus dem Welschland. Dabei war Albert bereits  Verkaufschef bei „Provins“ und Leiter der Weinhandlung „Baur au Lac“ gewesen. Er hatte also Erfahrung im Weinhandel. Aber damals war eben noch alles anders.

Albert Reichmuth – Die erste Generation

Für Albert Reichmuth war Wein mehr als nur ein Genussmittel. Für ihn zeugte es von Kultur, wenn man sich mit Schönem und Gutem umgab. Er war ein Patron der alten Schule und ein Mann mit eigenen Vorstellungen dazu. Diese stiessen nicht immer auf fruchtbaren Boden. Oft sprach er deshalb zuhause von den „Welschen Fötzeln“, die gemäss seiner Vermutung Meldung nach Lutry machten. So kam es, dass er sein Sortiment fremden Ideen unterwerfen musste. Irgendwann wurde es Albert dann zu bunt. Just in dem Moment,1966, bekam er endlich die Chance, auf die er schon lange gewartet hatte: Er konnte das Unternehmen erwerben und fortan seine eigenen Ideen umsetzen. Klar, dass er es fortan unter seinem eigenen Namen weiterführte.

Rolf und Hans-Peter –  Die zweite Generation

Kurz nach dem Kauf holte er seine Söhne Hans-Peter und Rolf dazu. Beide waren Feuer und Flamme für den Weinhandel, Rolf Reichmuth brach sogar extra sein Nationalökonomie-Studium an der Hochschule St. Gallen ab. Er wollte sich dem Wein beruflich voll und ganz widmen können. Die Lieferanten ihres Vaters wurden die Lehrmeister von Rolf und Hans-Peter. Bei diesen traditionsreichen Produzenten und Händlern bildeten sich die beiden gründlich über die Erzeugung und den Handel mit Wein aus. In dieser Zeit unternahmen sie viele Reisen und lernten so  alle wichtigen Weinbauregionen Westeuropas kennen.

In Bordeaux, bei Madame (Mami) Decaves, lernten sie eine für sie ganz wichtige Lektion: Wein ist eine persönliche Angelegenheit. Jede/r sollte sich ein eigenes Urteil bilden können und nicht fremde Bewertung den eigenen Eindruck übertönen lassen. Wie jeder Mensch so ist auch jeder Wein ein Individuum und soll auch so genossen werden.

Schnell war die Albert Reichmuth AG also ein Familienunternehmen geworden. Voller Tatendrang organisierten Albert, Rolf und Hans-Peter die ersten Weinauktionen in Zürich. Und um all die Geschichten und die grosse Erfahrung der Winzer ebenfalls vermitteln zu können, erschienen ab 1967 die Bücher Hommage au Vin. Neben der Wissensvermittlung dienten sie dazu, ein tiefes Verständnis für Wein zu schaffen.

1976 entschied sich Hans-Peter für eine neue Tätigkeit als Entwicklungshelfer und spezialisierte sich später auf Tee. 1987 gründete er die Firma „Reichmuth von Reding“ und stieg definitiv aus dem Weinhandel aus. In dieser Zeit zog sich auch Albert aus dem Tagesgeschäft zurück.

Doch für Rolf Reichmuth war klar: Er wollte die Weinhandlung weiterführen. Sie wurde zu seinem Lebenswerk. Sein Motto ist seither stets das selbe geblieben: Von der Pike auf.

Zu seinem Lehrmeister hat er deshalb ein ganz spezielles Verhältnis: Frankreich ist seit jeher Spezialgebiet und sein Herzanliegen innerhalb der Albert Reichmuth AG.

Nadine – die dritte Generation

2010 ist Nadine ins Unternehmen als Quereinsteigerin eingetreten. Ihr erster beruflicher Weg war Zeichnungslehrerin HF, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich. 

Nadine Reichmuths Zugang zu Wein ist kein klassischer. In jungen Jahren bereits bekam sie olfaktorisch Zugang zur Weinwelt und erste Farben zeigten sich ihr beim Beschnuppern der Weine. Über die Jahre ist ihr Bezug zur grossen weiten Welt des Weines intensiver und inniger geworden. Sie stellt die Farben- und Formenwelt dar, die sie wahrnimmt, wenn sie einen Wein trinkt. Les Portraits du Vins ist ihre Verknüpfung der Elemente Kunst und Wein. Diese Bilder stellen einen intuitiven Zugang zu Wein dar. Dank ihnen haben Sie als Kunde die neue Möglichkeit, den zu Ihnen passenden Wein über sein Bild zu finden. 

In der Galerie sehen Sie einige Impressionen aus bald 90 Jahren Weingeschichte.